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Bebauungsplan Nr. 51

(südlich Großenseer Straße, westlich Technologiepark, nördlich Ziegelbergweg, östlich B404)

 

 

[DeZi] Seit Jahren herrscht in Trittau eine große Nachfrage nach Gewerbeflächen, sowohl zur Ansiedlung neuer Betriebe also auch zur Erweiterung bereits bestehender Firmen. Diese Nachfrage konnte bisher – mangels geeigneter Flächen – nicht befriedigt werden.

 

Das wird sich demnächst ändern. In ihrer Sitzung am 10. Dezember 2020 hat die Gemeindevertretung den Bebauungsplan Nr. 51 sowie die dazu gehörige Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Es geht dabei um die Erschließung neuer Gewerbeflächen in der Größe von insgesamt fast 14 ha, wobei ein Teil dieser Fläche als so genanntes “Sondergebiet” ausgewiesen ist. Diese Fläche von rund 2,6 ha ist für die Ansiedlung eines Betriebes für Bauschuttrecycling, der bis vor einiger Zeit jenseits der B404 tätig war, vorgesehen.

 

Wir als Grüne stehen diesem Plan durchaus kritisch gegenüber.

 

Einerseits ist der Bedarf nicht zu leugnen, auch der Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze sind etwas Positives. Und weitere Gewerbesteuereinnahmen kann Trittau ohnehin gut gebrauchen.

 

Andererseits muß unserer Ansicht nach auch irgendwann Schluß sein mit immer weiterem Flächenverbrauch und immer weiterem Wuchern von Ortschaften in die Landschaft.

 

Angesichts dieses Dilemmas haben wir Grünen uns während des langwierigen Entstehungsprozesses dieses B-Planes immer wieder für die Interessen von Natur und Umwelt stark gemacht und durchaus etwas erreicht.

 

● Wir haben z.B. mit dafür gesorgt, daß das in dem Gebiet liegende Biotop, ein sog. Stillgewässer, nicht nur erhalten bleibt, sondern von schädlichen Einflüssen weitgehend abgeschirmt wird.

 

● Wir haben z.B. mit dazu beigetragen, daß die vorhandenen Knickstrukturen so weit wie möglich erhalten bleiben werden.

 

● Wir konnten erreichen, daß bei der verkehrlichen Erschließung des Gebietes auch die Belange von Radfahrer*innen berücksichtigt werden.

 

Und nicht zu vergessen: Die Haselmaus! Mehrere ihrer Art mußten zwar “umziehen”, das halten wir aber für vertretbar, zumal der Erfolg der Umsiedlungsaktion im Rahmen eines Monitorings überprüft werden wird.

 

Das oben beschriebene Dilemma wurde am Ende auch bei der Abstimmung zum Satzungsbeschluß deutlich: Aus der vierköpfigen Grünen-Fraktion gab es zwei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen.

 

Zur vollständige Sitzungsvorlage im Bürgerinformationssystem des Amtes Trittau: https://www.trittau.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1295

 

 

Detlef Ziemann

Gemeindevertreter und Mitglied des Planungsausschusses



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